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1. Aller Anfang ist schwer... (2 Wochen)


Nachdem ich mich im letzten Post schon vorgestellt habe kann's jetzt endlich losgehen. Starten möchte ich mit dem Tag, an dem ich endlich frei von Zwängen und Abhängigkeiten wurde - kurz meinem Geburtstag.


Tja, nachdem ich die Kerzen ausgeblasen und schnell noch ein Stück Kuchen verdrückt hatte, konnte das Abenteuer beginnen. Ich war total begeistert, endlich an mein Sparbuch zu können, dass meine Eltern vor 18 Jahren extra für mich angelegt hatten und staunte nicht schlecht als ich sah, dass genau 16.000 Simeolons darauf waren. Was könnte ich mit dem ganzen Geld bloß alles anfangen, träumte ich und sah mich schon auf einer Kreuzfahrt Cocktails schlürfen. Schnell machte ich mich auf den Weg in die Stadt, um das erstmal richtig auf den Putz zu hauen. Auf halber Strecke sah ich, dass sich viele Sims - besser gesagt männliche Sims - im Fitnesscenter abrackerten und was konnte es zur Einstimmung des Abends besseres geben, als schweißige nackte Oberkörper? Ich bremste scharf und betrat also das Studio in der Hoffnung direkt den ersten großen Fang zu machen. Natürlich wurde ich enttäuscht. Das Frischfleisch sah von nahem aus wie vertrocknete Äpfel. :-( Dies bestätige mir auch Melinda Gordon, die sich ebenfalls bei mir über die Knacker ausließ und ich schenkte ihr mein verständnisvollstes Lächeln. Wenn man nicht mal im Fitnessstudio einen Augenschmaus hatte, wo um Himmels willen dann?


Gerade als ich weiterziehen wollte, sprach mich doch noch ein Sim an, der nicht wie gefühlte 150 aussah. Ich erzählte ihm voller Tatendrang, dass ich bald auf Kreuzfahrt gehen und riesen Cocktails schlürfen würde. Aus reiner Freundlichkeit (und in der Hoffnung er möge vermögend sein), fragte ich ob er nicht mitkommen wolle - auf die Kreuzfahrt im Mittelmeer mit mir - und ich bin ja umwerfend. Welcher normale Sim könnte da ablehnen?


Nun, er lehnte ab. Er, dessen Name ich schon wieder verdrängt habe, weil er nichts zur Sache tut, meinte doch glatt, ich sei für eine Kreuzfahrt nicht gut genug gebaut und schon gar nicht hübsch genug. Häähhh?? Das war der Moment, als ich ihn mit einem lauten Blödmann einfach stehen ließ.


Ich war die hübscheste Simin in ganz Riverview und wer das nicht sah musste blind sein. Was tolleres als mich gab es noch nie und wird es auch nie mehr geben! Ha! Trotzdem machte ich mich auf zum Friseur und in das Kleidungsgeschäft. Schließlich hatte ich mir selbst noch nichts geschenkt und zu einem neuen Lebensabschnitt gehört ja auch ein neuer Look, oder nicht? Als die Verkäuferin hörte, dass ich Geburtstag hatte, schenkte sie mir meine komplette Wunschgarderobe - ist das nicht nett? :-)

(Anm. der Bloggerin: Nein, ist es nicht, aber Katie weigerte sich nach der Abfuhr ohne Änderung in ihr neues Leben zu starten. Was hab ich mir da nur eingebrockt? ;-))

Während der Pediküre schlug ich die Zeitung auf und sah plötzlich mein Traumhaus mit großen Vorgarten und Kamin. Hier in Riverview für sagenhafte 15000 und ein paar zerquetschte Simeolons. Und sogar komplett und gemütlich eingerichtet! Kurzerhand verwarf ich meinen Traum von der Kreuzfahrt - mir wäre eh den ganzen Tag schlecht wegen dem Wasser gewesen - und kaufte das Haus unbesehen. Ein großer Fehler wie sich herausstellen sollte. Heute wünschte ich, ich wäre nicht so impulsiv. Und so stand ich schließlich vor dem kleinen Häuschen, dass auf dem Hochglanzbild noch viel größer gewirkt hatte, und machte mir schon Vorwürfe, dass ich meine 16.000 Öcken nicht sinnvoll ausgegeben hatte.

Auch der Gang durch die Zimmer war grausam. Welches Haus hatte zwar einen Kamin, aber keine Dusche bzw. Wanne?


Und überhaupt, wo war der Flachbildfernseher, der im Angebot stand? Klar, da stand was von optional, aber mein Gott, was auch immer das heißen mag, das kann doch nicht bedeuten, dass hier GAR NICHTS außer dieser komischen Staffelei an Unterhaltung ist??


Wenigstens die Küche war mit Kühlschrank und Herd einigermaßen gut sortiert.


Ich war echt geschockt, doch das durfte natürlich niemand wissen. Das wäre ja erbärmlich, wenn jeder wissen würde, wofür ich meine Ersparnisse ausgegeben hatte. Unbesehen! Also psst! Als meine Mom anrief hab ich ihr deshalb auch gleich freudestrahlend erzählt, was genau dieses tolle Häuschen für mich an Überraschungen bereit gehalten hatte.


Die Einrichtung bestand aus 1 Toilette, 1 Fahrrad plus Fahrradständer, 1 Zweisitzer, 1 Einzelbett, 1 Herd, 1 Kühlschrank, 1 Spüle, 3 Theken, 1 Rauchmelder, 1 Pflanze, 1 Kommode und besagter Staffelei. Ein Witz also. In dem Moment wurde mir eines schlagartig klar: Wenn HIER keine Bademöglichkeit war, WO sollte ich denn sonst baden? Das war ja fast das Wichtigste, um gut anzukommen! Ich konnte doch nicht stinkend durch Riverview latschen und Typen klarmachen!
 

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Am nächsten Morgen bestärkte mich ein Blick in meinen Briefkasten, dass es ein grooooßer Fehler war hierher zu ziehen.


63 Simeolons Nebenkosten für diese lausige Hütte! Wucher! Mir war klar, dass es vorbei mit den Träumereien war - ich brauchte einen Job. Ewig würden meine jetzt noch ca. 150 Simeolons auch nicht mehr reichen. Toll, einen Tag nach meinem Geburtstag und dem angeblichen Weg in ein neues Leben hatten die Verpflichtungen mich schon wieder eingeholt. Mit dem Fahrrad machte ich mich auf den Weg ins Zentrum. Als ich am Fitnessstudio vorbei kam, fiel mir auf einmal ein, dass es dort Duschen geben musste. Obwohl - ich war auch davon ausgegangen, dass es dort heiße Sims gibt und wurde enttäuscht. Na ja, ein Versuch war es wert und diesmal konnte ich tatsächlich innerlich jubeln. Schnell schlüpfte ich unter die tatsächlich vorhandene Dusche :-) Mann, war das eine Erleichterung.


Danach fühlte ich mich gleich wohler und schaffte es diesmal ohne Unterbrechung auch wirklich ins Zentrum. Doch hier herrschte gähnende Leere. Ich dachte schon, der einzige Mann in der Stadt sei die alte Statue...


... aber ich täuschte mich (dem Himmel sei Dank). Ich lief, schon fast verzweifelt, direkt in die Arme von Jon Lessen, dem berühmten Virtuosen. Ich konnte es kaum fassen und war plötzlich wieder sehr sehr glücklich, dass ich diese Bruchbude gekauft hatte. Hier war die Möglichkeit auf das große Geld direkt vor meiner Nase. Ich musste nur zugreifen.


Er war sehr geschmeichelt, dass ich ihn kannte. Aber ernsthaft, wer kennt den nicht? Ich bezirzte ihn so gut es ging, aber so richtig kamen wir uns nicht näher. Irgendwann verabschiedete er sich mit dem Satz "Wir treffen uns bestimmt mal wieder" und ich stand alleine vor dem Beautyshop.


Da sie eine Teilzeitkraft suchten bewarb ich mich und bekam auch prompt den Job - aber das war doch klar. So hatte ich jedenfalls genug Zeit weiter die Stadt zu erkunden und das Nest zu finden, wo sich die potentiellen Partner versteckten. Da war man schon mal frei von den Eltern und niemand war in Sicht, mit dem man einen drauf machen konnte. *seufz*
 

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Die nächsten Tage vergingen recht schnell wenn man bedenkt, dass ich mich fast zu Tode langweilte. Nicht mal das Essen kochen klappte so wie ich wollte. Fast wollte ich schon aufgeben und das Haus wieder verkaufen, denn Jon Lessen hatte sich natürlich nicht bei mir gemeldet, obwohl ich doch sooo super nett zu ihm gewesen war.


Donnerstag - ich war jetzt schon vier Tage in meinem neuen zu Hause, ging ich vom Lärm des Nachbarn getrieben rüber in den Nachbars Garten. Gar nicht schlecht, was der alles so pflanzte. Ich stellte mir einen groß gewachsenen, muskulösen, braungebrannten Mann vor, der mit dem Gartenschlauch nicht nur die Blumen, sondern auch sich selbst wässerte.


Leider wurde ich unsanft aus meinem Traum geweckt, als der reale Nachbar - übrigens auch gefühlte 150 - mich begrüßte. Natürlich passte Norman Joy nur bedingt in mein Beuteschema und als ich von seinen Geldsorgen hörte verwarf ich auch den letzten Gedanken, dass er der erste Mann sein würde, der das Glück hätte mich zu einer reichen Frau zu machen.


So fuhr ich mit dem Fahrrad ins Fitnessstudio, eigentlich nur um zu duschen. Doch dann siegte die Neugier vor der Faulheit und ich zog mich um, um ein paar Gewichte zu stemmen. Wenn ich mich länger hier aufhielte, könnte ja vielleicht doch noch ein Mann reinschauen, der meinem Geschmack entsprach? Leider sah die Wirklichkeit wieder ganz anders aus.


Ich rackerte mich einige Zeit ab, bevor ich es für heute aufgab und zur Arbeit fuhr.


 

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Erst am Freitag Abend hatte ich das Glück Jon Lessen wieder zu treffen. Ich hatte mich schon gefragt, was mit mir nicht stimmt, dass er mich nicht anruft. Doch dann fiel mir ein, dass ein stadtbekannter Star ja nicht einfach Mädchen anrufen konnte, ohne dass er sie näher kannte. So was könnte dem Image schaden. Nun ja, ich startete also einen zweiten Versuch mit meinem schönsten und verführerischsten Lächeln.




"Das Schicksal hat uns wohl zusammen geführt", flötete ich, um ihn auf mich aufmerksam zu machen. "Oh hallo äh..", stammelte er. "Katie", half ich ihm aus und war in dem Moment noch nicht nachtragend. "Katie, genau..." Wir redeten eine Weile und ich wollte ihn schon zu mir einladen, um unser "Gespräch" noch etwas zu vertiefen, aber dann fiel mir ein, dass ich nur ein Einzelbett hatte und musste meine Enttäuschung gut verbergen. Ich hätte heulen können. So eine Chance bot sich mir doch nie wieder.


Leider musste ich ihn ziehen lassen, doch ich wollte den Abend nicht so ausklingen lassen und machte mich auf den Weg durch die Nacht. Zufällig stieß ich dabei mit einer Frau zusammen, die für das heiße Wetter durchaus unpassend gekleidet war.

Kurzerhand beschloss ich die Frau anzusprechen, die mit ihrem Hut und dem Trenchcoat irgendwie auffiel, obwohl sie wahrscheinlich genau das Gegenteil wollte. Sie erschrak, als ich sie ansprach, denn sie hatte nicht damit gerechnet, dass jemand so plump wäre und einfach fragte, warum sie so unpassend gekleidet sei. Sie musste ein wenig lächeln, weil sie ertappt worden war.


Sie stellte sich als Constance Shelley vor und nachdem ich ein wenig gebohrt und sie drauf hingewiesen habe, dass ich neu in der Stadt und demnach völlig neutral war, rückte sie damit raus, dass sie an einer heißen Story dran sei. Mehr dürfte sie nicht verraten, aber es würde die komplette Stadt außer Atem bringen und alles ändern. Und nun habe sie schon zuviel gesagt und ich solle sie in Ruhe lassen.

"Ich bin aber so schrecklich neugierig, um wen geht es denn?", drängte ich, aber sie hielt stand. "Das kann ich jetzt noch nicht verraten, erst muss ich der Geschichte weiter auf den Grund gehen." Kurzerhand beschloss ich sie für den nächsten Tag zu mir nach Hause einzuladen und sie willigte nach kurzem Zögern sogar ein. Tja, meinem Charme kann eben keiner widerstehen.



Wir plauderten noch ein wenig und ich erfuhr, dass sie Single war und in der Journalismusbranche tätig war. Das passte ja gut. Fürs erste ließ ich sie mit ihren Forschungen allein und legte mir einen Plan zurecht, wie ich mehr aus ihr herausbekommen könnte. Für mich war es klar, dass es um Jon Lessen gehen musste - schließlich war er doch der einzige Bekannte in der Stadt. Stellte sich nur die Frage, welche Leichen er im Keller hatte? Genau, ich würde ihr tapfer, wie ich war, anbieten ihr bei den Forschungen zu helfen! Gute Idee, beglückwünschte ich mich. Dann konnte ja nichts mehr schief gehen.
 

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Sonntag Mittag - ich war jetzt schon eine ganze Woche auf mich gestellt - klingelte Constance bei mir. Schnell begrüßte ich sie überfreundlich und lud sie ein doch hereinzukommen.



Wir wurden glücklicherweise sehr schnell warm miteinander und als wir einträchtig auf meinem Sofa saßen und diesen Herbstsalat in uns hineinstopften kam sie von ganz alleine auf das Thema, das mir unter den Nägeln brannte.


"Hier in Riverview gibt es einen Sim namens Finn. Bisher habe ich seinen Nachnamen noch nicht herausfinden können. Aber ich habe den Tipp gekommen, dass er adoptiert wurde und seine Mutter in Wirklichkeit eine entfernte Verwandte einer hier ansässigen stadtbekannten Familie ist. Wäre damals herausgekommen, dass sie einen Sohn bekommen hat, wäre der jetzige Erbe des Imperiums nicht Alleinerbe gewesen, sondern hätte das komplette Erbe an diesen Finn abtreten müssen. - Anscheinend wurde seine Mutter umgebracht und der kleine Junge ausgesetzt, damit keine Spur zu der Familie zurückzuverfolgen sei. Aber ich bin durch Zufall auf einen Zeitungsartikel gestoßen, in dem es um das Verschwinden der Mutter ging und seitdem will ich die Geschichte aufklären." Ich machte große Augen. Das war ja eine Neuigkeit. "Kann ich dir helfen?", fragte ich schnell, bevor sie bereuen könnte, mir das alles erzählt zu haben. "Nun ja, ich hätte da einen Vorschlag...", fing sie an und erklärte mir dann, sie bräuchte eine neue Bleibe und eine Assistentin, die das Kontakte knüpfen und verschiedene Laufarbeiten erledigte. Ich überlegte kurz die Vor- und Nachteile, die es bringen würde, wenn Constance hier in meine Hütte einzöge. Platz war ja genug da, allerdings kein zweites Bett und auch kein Tisch, keine Dusche usw. Andererseits, mit ihr an meiner Seite würde ich in den Clubs und auf der Strasse noch viel mehr auffallen, prüde, wie sie gekleidet war. So konnte mich praktisch kein Mann mehr übersehen. Ich willigte also ein, in der Hoffnung, dass ich nicht nach der Schlafgelegenheit fragen würde Denn dann müsste ich ihr erklären, dass sie schon darauf saß. Aber nein, sie fragte nicht. Nachdem wir die Teller abgespült hatten sagte ich ihr also, ich sei einverstanden und so zog Constance zu mir ins kleine Häuschen.


Meine erste Amtshandlung war meinen Job in dem Wellnesscenter zu kündigen. Eigentlich hatte ich mich dort zwar wohl gefühlt, aber die erhofften Kontakte waren eh nicht zustande gekommen. Stattdessen nahm ich einen Job in der Buchhandlung an, um einfacher an bestimmte Bücher zu kommen, die von Verschwörungstheorien handelten. Die Bezahlung war auch etwas besser und wer weiß, vielleicht waren die tollen Sims in Riverview ja begeisterte Bücherwürmer?


Als ich abends nach Hause kam, berichtete Constance mir ganz aufgeregt von einem Telefonat, dass sie mit ihrer Informantin geführt hatte. Demnach hieß Finn wohl mit Nachnamen Turner und war fast jeden Tag im Fitnessstudio zu finden. Großartig. Ich war absolut unsportlich, aber im Männer aufgabeln einsame Spitze. Wie ich das verbinden sollte, wusste ich noch nicht, aber am nächsten Tag machte ich mich auf ins Studio - schließlich musste ich eh wieder einmal duschen. Und da war er tatsächlich! Zumindest sah er aus, wie der Sim auf dem Bild, dass Constance mir gezeigt hatte.


Ich überlegte eine Weile, wie ich die Sachlage angehen sollte und beschloss erstmal nicht nur blöd rum zu stehen. Das wäre zu auffällig. Gesagt, getan und ich stieg, obwohl eigentlich völlig unsportlich, auf das gerade eben freigewordene Laufband. Ich hoffte, tapfer wie ich nun mal war, dass Geschicklichkeit bei dem Teil ausreichen würde, um gut auszusehen. Leider war das nicht der Fall.


So was peinliches war mir noch nie passiert, aber wenigstens ersparte es mir die Überlegung, wie ich diesen Finn unauffällig ansprechen könnte. Er kam nämlich zu mir rüber und erkundigte sich nach meinem Befinden. In dem Moment wäre ich am Liebsten im Boden versunken, doch die Gelegenheit musste ich natürlich nutzen.


"Danke, mir geht's gut - ich bin Katie", lächelte ich verschmäht und hoffte, der Einstieg wäre nicht zu langweilig. "Das sah ja übel aus, was du da gerade hingelegt hast", grinste er, offensichtlich amüsiert wegen der Peinlichkeit. "Ach Quatsch, das war doch nichts. Ich bin nur nicht sehr sportlich. Eigentlich komme ich nur zum Duschen her...", rutschte mir noch raus und wünschte mir zum zweiten mal in zwei Minuten im Erdboden zu versinken.


"Ach, dann bist du neue Besitzerin vom Trugbildhaus?", grinste er und erklärte mir dann, dass alle alt eingesessenen Sims hier wussten, was es mit dem "Traumhaus" und der Realität darin auf sich hatte. Überflüssig zu erwähnen, dass ich schon wieder im Boden versinken wollte. Ich wechselte schnell das Thema und beim plaudern merkte ich, wie musikalisch Finn sein musste, denn er sprach die ganze Zeit von Komponisten und seinem Lebenstraum einmal ein Popstar zu werden. Gut, das musste ich mir merken. Aber der erste Kontakt war geknüpft und ich war positiv überrascht. Da war wohl endlich der erste Sim, der komplett in mein Beuteschema passte. Ich verabschiedete mich, natürlich nachdem ich herausgefunden hatte, wo er wohnt und dass er Single ist, und kam schwer begeistert nach Hause, wo ich meine Erkenntnisse mit Constance teilte.
 

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Die Tage verflogen fast und nachdem wir alle Wälzer über Verschwörungstheorien durch hatten, verschaffte Constance mir einen Job in der Journalismusbranche. Das machte das Recherchieren sehr viel einfacher. Während ich im Büro per Computer suchte, machte sie Befragungen in der Nachbarschaft - natürlich ohne spezifisch auf unsere Story einzugehen. Sie fand heraus, dass ausgerechnet unsere Nachbarn diejenigen waren, die am Längsten in Riverview lebten.



Sie befragte daraufhin natürlich zuerst Elaine...



... und dann Norman, aber keinem von beiden war auch nur entfernt irgendwas ungewöhnliches aufgefallen.


Wir gingen auch noch in die Bibliothek, wo Constance direkt zum Computer marschierte und weitere Recherchen anstellte, während ich - statt ihr zu helfen - lieber mein Jagdrevier erweiterte und auch einen netten jungen Arzt kennen lernte. Sein Name war Jebidiah Wilson. Vorneweg sei gesagt: Wer den armen Kerl so benannt hat gehört für mich ins Irrenhaus.



Nach einem schnellen Händeschütteln überredete ich ihn an einen ruhigeren Ort zu gehen. Er willigte ein und schlug die öffentliche Toilette des Hauses vor. Na ja, man kann ja nicht alles haben: 1. tolles Aussehen und 2. Klugheit. Jedenfalls bandelten wir zwei ganz gut miteinander an und in meinem Kopf zählte ich schon die Geldscheine, die ich von ihm ernten könnte.


Aber irgendwie musste ich ihn erschreckt haben, denn als ich ihn küssen und unsere Beziehung auf eine neue Ebene bringen wollte, schreckte er zurück und verschwand.



Ich seufzte, sammelte Constance ein, die von alldem natürlich nichts mitbekommen hatte und wir machten uns auf den Weg nach Hause.
 

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Am Freitag Abend entschied ich, dass es Zeit war wieder in die Stadt zu fahren und ein wenig auf Beutezug zu gehen, aber mein Plan neben Constance einfach umwerfend auszusehen, schlug fehl, denn sie klagte über Kopfschmerzen und wollte zu Hause bleiben. Ich hatte wohl unterschätzt, wie zugeknöpft sie wirklich war. Auf meinen Hinweis, dass sie ja vielleicht jemanden nettes kennen lernen könnte, winkte sie nur und wünschte mir viel Spaß. Und spätestens als ich den netten Soldaten traf war ich mir sicher, dass ich den auch haben würde. Wir plauderten, tauschten Neuigkeiten aus und ich lenkte die Richtung des Gesprächs ein bisschen in die Verführungsschiene. Eigentlich war ich der Meinung, dass es wunderbar klappte....



... doch als ich ihn dann mit meinen Kusskünsten bekannt machen wollte, lehnte auch er dankend ab und verschwand. So langsam zweifelte ich daran, dass die Sims hier überhaupt erkannten, welche Granate sie vor sich hatten.



Dementsprechend gefrustet beschloss ich nach Hause zu joggen. Ich musste meinen Ärger ja schließlich irgendwie loswerden. Nun war ich fast zwei Wochen auf mich gestellt und meinem Ziel Reich zu werden immer noch kein Stück näher.



Ich traute meinen Augen nicht, als ich nach Hause kam. War das tatsächlich Constance, die mit einem bis Dato mir unbekannten Sim knutschte? Sie hatte mir doch gesagt, sie sei Single? Wie um Himmels willen hatte sie das in ein paar Stunden von zu Hause aus geschafft, während ich mir den Hintern abrackerte, um Anschluss zu finden?



Sie erzählte mir, nachdem Hal - so hieß er, wie ich nach einer kurzen peinlichen Vorstellung erfahren durfte - gegangen war, dass er ihr vor zwei Tagen wie ein Retter in der Not mit unserem Spülbecken geholfen hatte. Neurotisch wie sie eben war, wollte sie nachprüfen, ob das Becken auch wirklich dicht und sicher war. Leider hat sie damit eine Überschwemmung heraufbeschwört und Hal kam gerade vor dem Haus vorbei und hat ihr bei der Reparatur geholfen, nachdem er ihren spitzen Wutschrei gehört hatte.


Sie kamen ins Gespräch und Hal ließ sich sogar interviewen. Danach tauschten sie die Nummern aus und am Freitag stand er wohl ganz einfach vor der Tür. Natürlich - das war natürlich purer Zufall. So kann's gehen und ich überlegte mir, dass ich diese Variante unbedingt in mein Repertoire aufnehmen musste. Als ich aber Sonntag morgen meine Mahlzeit auf der Toilette sitzend einnehmen musste, weil das Sofa von den beiden unter Beschlag genommen worden war, musste ich mich schon zurücknehmen.



Schnell verabschiedete ich Hal eigenmächtig und wir machten uns auf den Weg in die Stadt. Der Tag war einfach zu schön, um ihn drinnen zu verbringen.


Gesagt, getan. Wir verbrachten den freien Sonntag also damit im Park zu sitzen und zu quatschen. Natürlich musste ich mir Constances Verschwörungstheorien anhören und sie fasste noch einmal alles zusammen, was wir bisher herausgefunden hatten. Aber ansonsten war es ein schöner Tag und der Sonnenuntergang einfach göttlich. Ich beschloss diese Stelle mit auf die Liste der beliebtesten Liebespaar-Orte hinzuzufügen und stellte mir in Gedanken vor, wie ich ... ja wen eigentlich? ... egal, wie ich mit irgendeinem reichen, tollen Sim hier wäre...

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So, das waren also die ersten zwei Wochen in Riverview, die ich ohne meine Eltern verbringen konnte. Irgendwie nicht so sehr von Erfolg gekrönt, aber immerhin habe ich Constance kennen gelernt und bin in irgendeine Story mit hineingeraten, die ich bis dato noch nicht wirklich einschätzen kann. Mal sehen, was als nächstes passieren wird.

Bis dann, Eure Katie *E>*


 

                                                

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