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2. Feinde fürs Leben! (2 Wochen) Constance und ich waren auch zu Beginn der dritten Woche Feuer und Flamme für unser Rechercheprojekt Finn Turner. Ich hatte es mir zur Aufgabe gemacht den Sim näher kennen zu lernen, um etwas über seine "Familie" zu erfahren. Doch bevor ich Montag früh zur Arbeit fahren konnte, zog Constance mich auf das Sofa vor dem Kamin.
"Hör mal Katie, ich wohn ja wirklich gern bei dir und ich weiß, dass unser Budget nicht das Beste ist, aber..." Mir schwante, was als nächstes kommen sollte. Sie wollte bestimmt ausziehen und die Verschwörung um Finn Turner alleine aufklären. "...wir müssen unbedingt ein zweites Bett kaufen", fuhr Constance fort, der mein grübelnder Gesichtsausdruck natürlich aufgefallen war. "Ist das ok für dich?" "Ein zweites Bett?", fragte ich. "Klar, das ist kein Problem. Ich hab im Schlafzimmer ja eh noch genug Platz." Ich war echt erleichtert und dachte in Gedanken schon darüber nach, wo man auf die Schnelle ein billiges Bett herbekommen könnte, um unser Budget nicht zu sehr zu strapazieren. Doch auch hier unterbrach sie meine Gedankengänge. "Das ist super. Weißt du, ich habe nämlich bei Bekannten noch einige Dinge in deren Keller stehen, die ich gerne holen würde. Die Möbel stehen da schon länger und ich will die Geduld meiner Bekannten nicht zu sehr auf die Probe stellen. Allerdings würde der Laster einiges kosten, mit dem ich meine Sachen holen könnte." Ich winkte ab. "Och, das ist doch kein Problem. Du bist doch meine Freundin..." Innerlich fiel mein Geldhaufen in sich zusammen und ich seufzte. "Wann möchtest du denn alles holen?"
"Na ja, wenn wir schon dabei sind, könnten wir doch auch gleich ein wenig renovieren. Das Haus hat's ja leider nötig." Ich wusste, dass sie recht hatte und mit einemmal kam mir eine Idee. "Ok, gut, wir renovieren, aber dafür machst du mit mir einen Wellnesstag!" Auf Constances Erstickungsanfall reagierte ich gar nicht erst, sondern machte mich auf den Weg zur Arbeit.
Nach der Arbeit fuhr ich spontan beim Fitnessstudio vorbei. Meinem Geruch nach zu urteilen war das wieder mal nötig. Nach dem Duschen traf mich allerdings fast der Schlag. Ich lief meine Mutter praktisch über den Haufen, denn ich hatte sie erst gar nicht erkannt - weil sie hochschwanger war! Rund wie ein Nilpferd! Sie erzählte mir, dass die beiden das eigentlich gar nicht geplant hatten und mich überraschen wollten. Das war ihnen mehr als gelungen.
Natürlich war ich völlig aus dem Häuschen und horchte auch direkt ob mein neues Geschwisterchen sich schon bemerkbar machte. Das war wirklich eine Überraschung, obwohl Kinder für mich absolut nicht in Frage kamen. Sie störten schließlich meine Suche nach dem perfekten reichen Sim.
Finn hingegen war natürlich nicht in Sicht und so hatte ich Zeit mich genauer im Spiegel zu betrachten und mich zu fragen, was das genaue Grund dafür war, dass sich einfach kein geeigneter Kandidat finden ließ, aus dem ich Geld herausholen konnte. Immerhin sah ich wirklich bombastisch aus, daran konnte es nicht liegen. Vielleicht die Haare?
Der Wellnesstag war vielleicht wirklich eine gute Idee. Ich beschloss mir ebenfalls eine neue Frisur zu gönnen. Schließlich wollte ich nicht hinter Constance zurückstecken. Noch dazu, wo sie ihren Hal ja hatte und ich noch auf der Suche war. Nach einigen unbeholfenen Schritten auf dem Laufband ließ ich das Studio Studio sein und fuhr nach Hause, um Constance die gute Nachricht von einem neuen Baby zu erzählen.
Constance plante währenddessen schon mal die Renovierung, als plötzlich ihre Informantin anrief. Ihr wurde berichtet, dass sich die Familie Lutzenbacher - Freunde von Finns Adoptiveltern - wieder in der Stadt niedergelassen hatte. Das musste Constance unbedingt ausnutzen und so machte sie sich gleich auf den Weg. Sie gab sich als unabhängige Spendensammlerin für "Starterhäuser für allein stehende Erwachsene" aus und wurde von Franz Josef und Agatha - den Ältesten - mehr als freundlich empfangen.
Nachdem einige Plaudereien die Bekanntschaft vertieft hatten kamen die zwei Lutzenbachers zu ihren Kindern, die sie laut Franz Josef "nie haben wollten" und laut Agatha "ihnen noch nicht mal Enkel bescherten". Constance nickte gespielt betrübt und um die Redseligkeit nicht einreißen zu lassen, meinte sie:
"Heutzutage ist es schwer, den richtigen Partner zu finden. Meine Mitbewohnerin Katie sucht zum Beispiel schon immer nach dem perfekten Mann." Franz Josef war natürlich gleich Feuer und Flamme. "Dann bringen Sie sie her, wir haben zwei Prachtexemplare, die dringend weibliche Führung benötigen." Constance nickte und überlegte auf dem Nachhauseweg fieberhaft, wie sie das plötzliche Blind Date zwischen mir und den Lutzenbacher-Söhnen am Besten anspräche. Sie konnte jedenfalls froh sein, dass ich die zwei "Prachtexemplare" noch nicht kennen gelernt hatte.
Einige Tage vergingen und dann war es soweit. Wir hatten uns beide frei genommen, um das Haus zu entstauben und einige Möbel von Constance zu holen. Die Arbeit lohnte sich und so waren wir zwei am Ende des Tages zwar fix und fertig, aber glücklich.
Hal hatte sogar die alte verdreckte Dusche, die Constance noch im Keller der Bekannten gefunden hatte, angeschlossen, so dass ich nun nicht mehr unbedingt ins Fitnessstudio zum Duschen musste. Es war unglaublich, wie viele Sachen Constance noch gelagert hatte. Ich war glücklich, dass ich praktisch nur die Renovierung zahlen musste und auch Constance war glücklich, dass sie nun endlich ein eigenes Bett hatte. Anscheinend glaubte sie, dass ich zu erschöpft für einen Wutanfall sei und sprach das Thema des Blind Dates an. " Katie, ich hab übrigens vor ein paar Tagen die Lutzenbachers kennen gelernt. Das sind alte Freunde von Finns Adoptiveltern und stell dir vor, sie haben uns eingeladen...", versuchte sie betont locker nebenbei zu erwähnen.
"Wie hast du denn das geschafft?", fragte ich sie ungläubig. Constance war doch sonst immer so zurückhaltend und ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie offensiv um eine Einladung bettelte. "Ach das war gar nicht schwer", murmelte sie. "Ach war es das nicht?", fragte ich mittlerweile argwöhnisch, weil Constance sich verdächtig verhielt. "Erzähl mir doch mal genaaaauuuu, wie die Einladung zustande kam."
"Ich habe ihnen gesagt, dass du Single bist und schon waren sie sehr freundlich zu mir... Sie haben selbst zwei ledige Söhne, die du unbedingt kennen lernen sollst", meinte sie und grinste mich entschuldigend an. "Und na ja... da du ja immer auf der Suche nach gut aussehenden Sims bist, kannst du doch nichts gegen ein Blind Date mit den Zweien haben, oder?" Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte. Auf meinem Gesicht spiegelten sich einige Emotionen wider, weil Constance aufsprang und meinte: "Sieh mal, wir recherchieren doch da bloß und wenn du zufällig jemand Nettes kennen lernst ist doch dagegen nichts einzuwenden. Die Zwei sind bestimmt beide toll."
"Ja, aber es wäre schön, wenn du vorher gefragt hättest", presste ich heraus und ließ das Thema erstmal ruhen. Einen schiefen Haussegen konnte ich gerade gar nicht brauchen, müde wie ich war.
In der Nacht von Freitag auf Samstag schien ich ein Zeichen zu bekommen, welches darauf hinwies, dass die nächste Woche nicht ganz nach Plan verlaufen würde. Bei uns wurde eingebrochen!
Tapfer wie ich war, sprang ich auf und rief sofort die Polizei...
...um mich danach selbst auf den Dieb zu schmeißen und ihn zur Strecke zu bringen. Constance wachte übrigens erst durch die Kampfgeräusche auf. Wie konnte man nur so tief schlafen?
Im nachhinein konnte ich froh sein, dass mir nichts passiert war, aber immerhin bekam ich nicht nur meine Kommode wieder, sondern sogar noch 500§ Bonus von der Polizei für die Hilfe. Es war für mich aber unbegreiflich, wie der Dieb meine große, schwere Kommode - die Constance und ich zusammen hochwuchten und verschieben mussten - so einfach in seinen Sack packen und damit fast auch noch verschwinden konnte.
Gut, dass Polizisten Nancy zur Stelle war. Leider hatte sie keinen Kollegen dabei. Die Uniform sah wirklich zum anbeißen aus. Jetzt hatte auch ich verstanden, was Constance an Hal fand.
Den Freitag nutzten Constance und ich dann endlich für unseren Besuch im Wellnesscenter.
Nachdem ich Constance erst noch ein wenig gut zureden musste, wurde auch sie immer mutiger und sah nach der Behandlung mit der neuen Frisur richtig toll aus. Hochgesteckt musste es aber weiterhin sein.
Auch ich nutze die Zeit und änderte nach ausführlicher Beratung von der netten Friseurin meine Frisur. Irgendwie machte ich meine kurzen - und damit wohl zu jungenhaften - Haare für meine Misere bei den Sims verantwortlich und ließ sie deshalb verlängern.
Zusammen mit der Maniküre sah ich natürlich wieder großartig aus. Ich fühlte mich unwiderstehlich. Vielleicht brachte das ja den endgültigen Durchbruch in meinem Vorhaben. Jetzt war ich schon knapp drei Wochen auf eigenen Beinen und hatte immer noch keinen Sim geangelt, der mir meinen heiß ersehnten Reichtum brachte. Seufzend dachte ich an all die tollen Dinge, die ich mir leisten könnte, nachdem ich den Sim dann abserviert hatte. Und dann beschloss ich mich auf den Weg in die Stadt zu machen, um den Abend zu genießen und ein wenig zu flirten.
Doch meine Mutter machte mir einen Strich durch die Rechnung, weil meine kleine Schwester nach einer langen Nacht geboren wurde.
Meine Eltern nannten sie Aileen und irgendwie war ich doch hin und weg. Trotzdem blieb ich bei meiner Meinung, dass Kinder nur bei der Ausführung meines Planes störten. Jawohl. Aber süß war die Kleine trotzdem.
Als ich nach Hause kam, um Constance die freudige Nachricht zu überbringen, fiel mir ein, was für ein Tag eigentlich war. Samstag! Der Tag vor dem Blind Date-Tag. Meine dritte Woche als Hausbesitzerin und allein stehende Simin war so schnell verflogen, dass ich mich kaum noch daran erinnere, was Sims waren. Constance hatte sich darauf konzentriert per Internet Infos zu Finn zu bekommen.
Ich jedoch entdeckte ein neues Hobby für mich. Das Malen. Es brachte einiges an Simeolons in die Kasse und evtl. konnte ich als berühmte Malerin ja einige Sims finden, die mich reich machen konnten. Beim malen konnte ich ganz wunderbar von Cocktails an Bord einer großen Jacht bei Palmen, Sonne, Strand und Meer träumen. Ich würde in den Sonnenuntergang segeln, umgeben von Luxus und...
... ich schreckte hoch. Hatte ich da an Finn gedacht? Nein, das war unmöglich. Der war ja nur ein Forschungsprojekt und dazu nicht einmal sonderlich reich. Ich schüttelte den Kopf. Der Gedanke musste ein Missverständnis sein. Bestimmt stand Finn einfach nur symbolisch für irgendeinen reichen Adonis, der mir zuliebe seine Jacht schrubbt. Ja genau, das wird es sein. Ich atmete auf.
Der Sonntag kam schneller als erhofft und gewünscht. Als ich morgens aufstand und mein Pflegeprogramm herunterspulte, bereitete ich mich innerlich schon mal auf einen ganz tollen Date-Tag vor.
Hoffentlich war da ein geeigneter Kandidat dabei. Doch ein Blick auf die Uhr riss mich aus meinen Gedanken. Ich musste mich dringend beeilen. Anders war meine Date-Vorbereitung ja kaum zu schaffen. Und mit Tränensäcken wollte ich dem evtl. ersten Sim, der mich reich machen könnte, natürlich nicht begegnen.
Meinen ersten Schock bekam ich, als mir klar wurde, dass Constance unter "Date" einen Abend mit der kompletten Familie Lutzenbacher verstand. Ich war ja schon von dem Blind Date mit den beiden Söhnen nicht begeistert gewesen, aber dass ich jetzt 5 Mann Rede und Antwort stehen sollte, war dann doch etwas zu viel. Constance nahm es hingegen erstaunlich locker. "Komm Katie, das wird wunderbar. Die zwei Brüder sind bestimmt furchtbar nett." "Ja ja, ich komme."
Furchtbar war wirklich treffend formuliert. Meinen zweiten Schock bekam ich nämlich als uns Adalbert hereinließ. Plötzlich verstand ich, warum die beiden Brüder noch keine Frau abbekommen hatten. Der Erste sah ja schon mal zum gruseln aus.
Adalbert wollte auch gleich mir seine Benjamin Blümchen Kassetten-Sammlung zeigen und Constance war Feuer und Flamme. "Katie, das ist doch eine wundervolle Idee!"
Ich dankte Adalbert und sagte ihm mehr oder weniger direkt, dass ich kein Interesse an Benjamin Blümchen hätte. Er war nicht erfreut darüber, was mir jedoch egal war. Er kam für mich sowieso nicht in Frage.
Franz-Josef und Agatha wollten mir allerdings ihre beiden Söhne praktisch aufdrängeln. Ich gab mein Bestes so charmant und gleichzeitig zurückhaltend wie möglich zu sein und war auch wirklich, wirklich nicht unhöflich. Vielmehr lächelte ich und versuchte Constance ausfindig zu machen, um sie zum gehen zu bewegen. Doch in dem Getümmel von gruseligen Lutzenbachers war sie nicht zu sehen. Als Agatha dann anfing über meine Verlobung mit Adalbert zu planen, war ich schockiert und teilte ihr mit, dass sie sich in der Hinsicht keine Gedanken zu machen brauchte, denn soweit würde es nie kommen. Sie war entsetzt und natürlich fürchterlich beleidigt.
Ärgerlich sah ich mich nach Constance um. Die konnte was erleben, wenn sie nicht auf der Stelle hier für Klarheit sorgte! Es fehlte ja nicht mehr viel und die Lutzenbachers feierten die Verlobung zwischen Adalbert und mir. Und dabei waren sie noch nicht mal reich! (Dann wäre es ja eine Überlegung wert gewesen...) Panik stieg in mir hoch und das obwohl ich so tapfer war. Irgendwo musste hier doch ein Ausgang sein?
Agatha redete währenddessen fast beschwörend auf mich ein, wie toll doch Adalbert zu mir passen würde und da platzte mir der Kragen: "Aufhören!", fuhr ich sie an. "Ich werde hier NIEMANDEN heiraten! Ich bin doch nicht verrückt! Ihr seid alle verrückt und ich werde mich hier nicht weiter zum Affen machen!"
Dafür erntete ich ungläubige und vor allem unfreundliche Blicke. Franz-Josef musste sich erstmal setzen und sagte dann bis ich ging keinen Ton mehr. Er schüttelte immer wieder leicht den Kopf und murmelte "Keine Chance" in Endlosschleife vor sich hin. Gernot, der jüngere der beiden Brüder, blickte mich fast etwas anerkennend an. Fast.
Eulalia Lutzenbacher nahm meine Ansage besonders unfreundlich entgegen. Sie blickte mich von oben bis unten voller Abscheu an. "Die beiden sind dir wohl nicht gut genug? Macht nichts - du bist eh nicht die richtige Ehefrau für unsere privilegierte Familie!" Ich blickte wütend um mich: "Genau so sieht's aus! In diesem Spukhaus kann man doch nicht leben! Das ist ja die reinste HÖLLE hier!" In dem Moment zerrte mich Agatha auch schon zur Tür. Mit wütendem Geschimpfe fand ich mich auf der Strasse wieder, wo ich übrigens auch Constance wieder traf. Sie sah ebenso schockiert aus wie ich und in dem Moment war ich auch nicht mehr wütend auf sie, denn sie hatte die zwei Brüder wohl auch das erste mal gesehen.
"Lass dich hier nie wieder blicken und nimm deine nichtsnutzige, geldgeile Freundin mit", teilte Agatha Constance mit Blick in meine Richtung mit. Im Hintergrund hörte man Adalbert leise weinen. Schnell riefen wir uns ein Taxi und verschwanden.
Zu Hause angekommen sagte die erste Zeit keiner von uns beiden etwas. Wir mussten erstmal unsere Gedanken sortieren. Dann fing Constance beim Abendbrot zögerlich an: "Katie, es tut mir leid. Ich hätte mir die Familienfotos genauer anschauen müssen."
"Nein, nein, ich bin nicht sauer auf dich, sondern auf mich. jetzt habe ich uns die große Chance etwas über Finn herauszufinden versaut", seufzte ich und schüttelte den Kopf. "Was machen wir denn jetzt nur?" "Mach dir darüber keine Gedanken. Mir fällt schon was ein. Wir kriegen das schon hin" "Hoffentlich...", murmelte ich und schlurfte unter die Dusche und dann ins Bett. In dieser Nacht wurde ich häufig an Adalberts leises Weinen erinnert.
Am Donnerstag Abend - die vierte Woche war praktisch schon zu Ende - traf ich Finn dann plötzlich in der Stadt. Mein Herz pochte etwas lauter, aber das ignorierte ich und lächelte ihn siegesgewiss an. "Hallo Finn, erinnerst du dich an mich? Das tollpatschige Mädchen aus dem Fitnessstudio...", erklärte ich, als er mich fragend ansah.
Dann erhellte sich sein Gesicht. "Ach ja klar. Katie, nicht wahr?"
Wir sprachen eine Weile über das tolle Wetter und die Landschaft, bis uns irgendwann die Gesprächsthemen ausgingen. Ich wagte dann einen Vorstoß und hoffe, ich war nicht zu direkt für ihn. "Die Leute im Dorf erzählen einiges über dich." "So, was denn?" Neugierig, aber nicht unfreundlich sah er mich an.
"Na ja, über deine Vergangenheit und vor allem dass du bisher noch nicht geheiratet hast." Ich dachte kurz an die Lutzenbachers. "Das scheint hier eine Todsünde zu sein." Dabei verschwieg ich, dass Constance und ich uns das in mühevoller Arbeit zusammengesucht hatten.
"Echt, so was erzählen die Leute?" Er grinste. "Na, dann werden sie schon recht haben. Ich habe wohl die richtige Simin noch nicht gefunden. Ich sonne mich deshalb lieber noch etwas in meinem Ruhm als kleiner Podiumssprecher." So, Humor hatte er anscheinend auch. Ich lachte und spürte ein kleines Magengrummeln. "Wie wäre es mit Kino Samstagabend? Vielleicht triffst du die Richtige ja dann?" Der Vorschlag kam natürlich nur aus reinen Forschungszwecken.
Da ich Constance am Abend zuvor nicht mehr getroffen hatte, berichtete ich ihr am nächsten Tag aufgeregt, was sich ereignet hatte. "Constance???!!!!"
"Katie, was ist denn mit dir passiert? Komm trink erstmal was. Und dann erzähl in Ruhe."
"Ich... ich habe.... ich habe Finn getroffen. Wir sind morgen Abend verabredet." Ich strahlte sie an. "Das heißt, dass du deinen Artikel wahrscheinlich doch wirst schreiben können." "Das sind ja tolle News, aber freust du dich jetzt wirklich nur darüber, dass ich meinen Artikel schreiben kann?" Argwöhnisch sah sie mich an.
"Klar", lächelte ich und machte mich an die Planung für meinen Auftritt am Samstagabend.
Der Samstag kam natürlich auf der einen Seite nicht schnell genug, dann aber so schnell, dass ich wieder mal kaum Zeit für meine Pflegesession hatte. Gerade noch rechtzeitig, bevor Finn klingelte wurde ich fertig und betrachtete mich ein letztes mal im Spiegel. "Perfekt", murmelte Constance hinter mir. "Und du bist dir wirklich sicher, dass du das alles professionell nimmst?"
Ich seufzte. Wie konnte ich Constance davon überzeugen? Das Klingeln unterbrach uns und ich huschte nach draußen, wo ich Finn kokett begrüßte. Wir riefen uns ein Taxi und machten uns auf den Weg zum Theater. Plötzlich hielt Finn das Taxi an. "Hast du was dagegen ein Stück zu laufen?", fragte er mich. Ich schüttelte überrascht den Kopf. Wie sollte ich bloß in den Schuhen laufen?, stöhnte ich innerlich, ließ mir aber aufgrund meiner Tapferkeit natürlich nichts anmerken. Wir standen mitten auf einer der Brücken, die in die Innenstadt führen. "Es gibt da etwas, dass ich schon seit drei Wochen will..." "So, was denn?" Ich schaute verlegen zu ihm auf. Statt einer Antwort gab er mir einen romantischen Kuss.
Ich hoffe, euch hat die zweite Aufgabe der Geschichte gefallen. Bis dann, Eure Katie *E>* |
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