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3. Das Geld liegt auf der
Strasse -
(2 Wochen) Irgendwann Sonntag früh kam ich von dem Date mit Finn nach Hause. Ich schwebte dabei wie auf Wolken, was ich allerdings der Tatsache zuschrieb, dass ich endlich einen ersten Achtungserfolg in Sachen Sims aufweisen konnte. Ich machte deshalb auch schon Pläne und Strategien für das Kennen lernen neuer Sims.
Was ich in meinem kleinen Alptraum-Haus vorfand war allerdings nicht berauschend, so dass ich schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen ankam. "Constance, was ich denn mit dir?" "Katie, wir haben ein Problem. Wir müssen reden - uns besprechen und Taktiken ausarbeiten sozusagen." "Hä? Was meinst du damit? Bei unserer Forschung läuft es doch prima! Ich hatte gerade ein tolles Date, falls du das vergessen haben solltest." "Ach, hör auf mit dem Date, das ist jetzt nebensächlich!!! Unser Problem ist um einiges größer und wir müssen uns entscheiden, wie wir weiter vorgehen sollen!!!" Constance wirkte sehr aufgewühlt, obwohl - das war sie, neurotisch, wie sie eben war, ja öfter.
"Ok, dann berichte mir alles ganz von vorne. Was ist passiert?", fragte ich sie in einem beruhigendem Ton.
Und das tat Constance dann auch. Sie berichtete von einer heißen Dusche und ihrer Lieblingsfernsehsendung im Fernsehen. Als ich sie schon darauf hinweisen wollte, dass sie nicht GANZ von VORNE anzufangen bräuchte, machte sie eine kurze Pause und kam dann zum wichtigen Teil des Monologs. "Ich hatte einen Anruf von Hal." Das alleine war ja nichts neues, dachte ich und ließ sie weiterreden. "Hal hat Kontakte zu hier ansässigen Finanzberatern und per Computer auch noch Zugang zu verschiedenen Finanzmärkten. Er weiß ja, dass wir schon einiges hier aufgebaut haben und unser Haus gerne behalten möchten." "W..w..a..s soll das heißen?", fragte ich sie und war jetzt doch gespannt darauf, was nun kommen sollte. Etwas aufgeregt fing ich an auf und ab zu laufen.
"Hal möchte, dass wir unsere gesparten Simeolons in unser Haus investieren und zwar praktisch bis auf den letzten Groschen.", meinte Constance und hielt kurz den Atem an. "Weil der Finanzmarkt gerade zusammenbricht und nur noch Immobilien sichere Anlagen sind. Wenn wir nicht bis spätestens Montag Abend unsere Ersparnisse von der Bank haben, sind sie weg - für immer!"
Bei der Erklärung stieg mir der Angstschweiß auf die Stirn. Immerhin hatten wir in den letzten zwei Wochen trotz Renovierung gut gewirtschaftet und uns schon ein kleines Polster angespart. Und das sollte alles weg sein? Der Schreck schien Constance aufgefallen zu sein und schnell versuchte sie mich zu beruhigen. "Mach dir keine Sorgen. Hal hat schon dafür gesorgt, dass wir morgen unser Geld haben. Er schickt einen Boten, der es uns dann zustellt." Ich nickte erleichtert. "Ja, dann haben wir doch keine Wahl. Wir müssen nicht darüber reden, was wir nun machen sollen. Wenn die Simeolons morgen praktisch nichts mehr wert sind müssen wir heute noch einkaufen und alles ins Haus stecken. Was man hat, hat man." Das schöne Geld, dachte ich und sah den schönen Berg an Moneten immer kleiner werden.
"Gut, Katie, ich bin froh, dass du das auch so siehst. Aber ich hab es ja schon immer gesagt, dass...", Constance verfiel in einen langen Monolog über die Ungerechtigkeit auf dem Lande, über den nichtsnutzigen Politikern, den raffgierigen Bankiers und vor allem über die Erkenntnis, dass sie das alles schon immer vorher gewusst hatte. Ich schaltete ab und sah mich um. Wir könnten ja einen oder zwei Räume anbauen und die Einrichtung komplettieren. Ich war mir sicher, dass zwei Schlafzimmer hier besser als eines war und eine Badewanne wollte ich schon immer haben.
Gesagt, getan. Zu allem Überfluss war der Bote der Simeolons Hal selbst mit der Bitte ihn aufzunehmen. Constance war natürlich Feuer und Flamme. Einen Polizisten im Haus zu Zeiten der Wirtschaftskrise konnte nie schaden. So hatten wir dann auch Schutz vor Plünderern. Ich fragte mich still, WAS genau hier geplündert werden sollte. Vielleicht der Uralt-Fernseher? Na ja, zumindest hatten wir nun einen weiteren Grund ein wenig anzubauen. Hal steuerte selbst 1000§ bei und so konnten wir beginnen. Leider reichte es nicht mehr für meine Badewanne, aber als wir abends nach getaner Arbeit vor unserem Kamin saßen erreichte Hal plötzlich ein Anruf.
Nachdem er einige Minuten schweigend zugehört und sich immer wieder nach uns umgesehen hatte, setzte er sich wieder zu uns. Er sah verlegen aus. "Tja, wie spreche ich die Neuigkeit jetzt am Besten an?", murmelte er und Constance und ich sahen ihn natürlich argwöhnisch an. Die letzten Neuigkeiten waren ja auch nicht gerade gut gewesen.
"Ach, ich sag's einfach. Es wird keine Wirtschaftskrise geben. Was ich am Computer gesehen habe war eine Simulation, damit die Regierung für alle Fälle gerüstet ist. Es war alles meine Schuld, es tut mir leid." "Was soll das heißen?", fragte Constance.
"Na ja, jetzt haben wir ein tolles Haus, aber keine Simeolons zum leben. Und so eie Bude kostet natürlich einiges an Steuer und Nebenkosten. ich schätze, wir werden in den nächsten zwei Wochen ca. 30000 Simeolons zusammenbekommen müssen, um nachweisen zu können, dass wir uns das Haus auch leisten können. NEBEN der Abgaben natürlich." "Bist du von allen guten Geistern verlassen uns so einen Mist zu erzählen!!! Ich habe ja selbst nie daran geglaubt, dass hier aus heiterem Himmel eine Wirtschaftskrise ausbrechen könnte, aber duhuuu...", sie zeigte auf Hal, der nach Constance ebenfalls aufgesprungen war, "... duuhuu hast dafür gesorgt, dass Katie und ich nun praktisch PLEITE sind!!!" Constance konnte sich kaum beruhigen.
Ich kam Hal zu Hilfe, weil ich sah, dass es ihn sehr knickte. "Hey, nun mal ganz ruhig. Immerhin haben wir unsere Simeolons ja nicht verloren und nun ein tolles, wenn auch etwas leeres Haus. Wir müssen jetzt Kriegsrat halten und zusehen, dass wir das Minus ausgleichen, von dem Hal gesprochen hat. Hal trifft keine Schuld. Er wollte uns ja nur helfen." "Helfen!!! Ja eine schöne Hilfe war das!"
"Es tut mir ja leid, dass ich falsch lag. Wir müssen aber jetzt zusammen halten, um die 30000 aufzutreiben, sonst sind wir in zwei Wochen obdachlos. Ich kann z.B. angeln gehen und im Job stehen auch bald wieder Beförderungen an. Constance, du kannst doch gut schreiben. versuche einige Romane zu veröffentlichen. Und Katie, du bist gut im malen und kochen. Verkauf einige Bilder und gärtnere ein wenig. Dann klappt das schon," versuchte Hal uns aufzumuntern.
"Was anderes bleibt uns ja nicht übrig", meinte ich und ging schlafen. Ich hatte die Vorahnung, dass ich die nächsten beiden Wochen kaum dazu kommen würde. Idylle war jedenfalls nicht in Sicht.
Am nächsten Morgen machte jeder von uns sich daran den Plan in die Tat umzusetzen. Während ich malte wie ein Weltmeister...
...und Constance sammelte,...
...förderte Hal seine Logikfähigkeit, damit er schneller befördert werden konnte.
Wir drei gaben uns wirklich Mühe. Das hatte auch den Vorteil, dass unser Streit am Sonntag in Vergessenheit geriet, auch wenn Constance Hal erstmal auf Abstand hielt. Und wie ich schon richtig vorhergesehen hatte, blieb mir kaum Zeit zum schlafen und erst recht keine Zeit für Verabredungen. Manchmal dachte ich beim malen seufzend an mein erstes - natürlich rein geschäftliches - Date. Das Fundament einer guten Ermittlung begann wahrscheinlich zu bröckeln, weil ich mich nicht meldete. Und einen reichen Sim hatte ich auch immer noch nicht aufgetan - im Gegenteil, jetzt schwamm ich nicht in Geld, sondern in Geldnöten. Super.
Mitte der Woche kaufte ich Gemüse und Obst, dass ich anbauen wollte. Hal erzählte mir nämlich, einer seiner Schach-Partner sei ein Gemüsehändler und praktisch Simionär dadurch geworden, also versuchte ich das auch mal.
Bis Donnerstag Abend war beim Gärtnern noch nicht viel bei rum gekommen. Constance hatte allerdings Glück. Ihr Drama wurde fertig und sie erhielt 346§ an Tantiemen. Sie sammelte einiges an Samen, Steinen und Metallen, ich verkaufte einige Bilder und Hal war immerhin befördert worden. Hal war es auch, der heimlich raus schlich und die 211§ teure Nebenkostenabrechnung beglich. Als wenn uns Siminnen so was nicht auffiele.
Aber ich hielt ihm zu Gute, dass er uns damit einen Gefallen tun wollte. Und was Constance betraf war diese Taktik gar nicht schlecht, denn sie machte sich Tag für Tag mehr Sorgen und wurde schon ganz neurotisch wegen irgendwelchen Verschwörungstheorien. Jedes Mal wenn sie übrigens an Hal vorbei kam oder er auch nur in Sichtweite war verzog sie eingeschnappt das Gesicht. Die Funkstille zwischen den Beiden machte dem Haussegen wirklich zu schaffen.
Übrigens sah das bei Hal nicht anders aus.
Am Samstag Abend hielten wir drei Kriegsrat und rechneten zusammen, was wir insgesamt eingenommen hatten. Es waren unglaubliche
Wir waren baff. Das sah doch sehr gut aus. Uns fehlten nicht einmal mehr 12000§, um zu beweisen, dass wir uns unser Haus auch leisten konnten. Aber was hatte das für einen Preis? Wir waren alle drei mit den Nerven am Ende, sprachen so wenig wie möglich miteinander und jeder von uns hatte so gut wie gar keinen Kontakt mehr zur Außenwelt.
Freunde kündigten uns reihenweise und ich machte mir mittlerweile große Sorgen, ob Finn mich überhaupt noch kennen würde, wenn diese schlimme Zeit vorbei war. Constance erriet meine Befürchtungen und sprach mich an, sobald Hal ins Schlafzimmer verschwunden war. "Was soll Hal denn nicht mitbekommen?", fragte ich sie müde und wollte es Hal eigentlich gleichtun. "Ich möchte mit dir über unser Forschungsprojekt sprechen. Ich finde, es ist einfach nicht richtig, dass du Finn unter diesen Umständen kennen lernst", sagte Constance. "Aber das mache ich doch freiwillig. Du willst doch den Pusimsler-Preis gewinnen und denk mal an die Preissimeolons, was wir damit machen könnten...", antwortete ich erschöpft, aber Constance unterbrach mich.
"Aber was ist, wenn er es herausfindet? Katie, ich sehe doch, dass du ihn magst." Constance schüttelte den Kopf, als ich dementieren wollte. "Ich dulde keinen Widerspruch. Ich hab Augen im Kopf, auch wenn sie momentan praktisch vom Kaffee offen gehalten werden. Denk darüber nach."
Da mir einige Arbeitskollegen erzählt hatten, dass das Mausoleum eine wahre Goldgrube war, machte ich mich am Sonntag Nachmittag auf den Weg dorthin. Was ich dort erlebte konnte ich den anderen nicht erzählen und so machte ich, dass ich unter die Dusche kam. Ein kleiner Abstecher zum Briefkasten, um Constances Buchexemplar herauszunehmen, konnte ich mir aber doch nicht verkneifen. Ich war so froh, dass keine Rechnung drin war.
Erreicht hatte ich übrigens nichts, bis auf einen Schillernden Prachtedelstein. Na ja, immerhin. Ich hatte von Sims gehört, die da nie wieder herausgefunden hatten. Da war ich schon glücklich.
Auch Constance hatte eine Begegnung der komischen Art, als sie einige Edelsteine sammelte. Sie stieß auf eine verlassene Mine, aber sie erzählte später, sie sei sich sicher, dass sie beobachtet wurde. Natürlich entsprang das ihrer generellen Neurose, aber das konnten weder Hal noch ich ihr klar machen.
Am Dienstag Nachmittag konnte ich endlich einen Erfolg in meinem Garten vorweisen. Ich hatte schon geglaubt, dass ich etwas falsch machte.
Aber die ersten Früchte konnten geerntet werden, auch wenn es für mich jetzt völlig klar war, dass ich so niemals Simionär werden würde. Die paar Früchte und schrumpeliges Gemüse waren der Dank für meine tagelange aufopfernde Pflege. Nein, ich wollte mich ja plagen, aber dies hier war sinnlos. Das Malen dagegen machte nicht nur Spaß, sondern brachte auch ziemlich Simeolons in die Portokasse.
Ich war begeistert und hätte ich nicht vorgehabt, mir irgendwann einen reichen Sim zu angeln, hätte ich so meine Simeolons verdienen wollen.
Donnerstag Abend fasste sich Hal ein Herz. Weil er wusste, wie sehr Constance unter der Doppelbelastung Sammeln und Arbeiten litt und ihre Tätigkeit als Autorin vermisste nahm er ihr das Sammeln ab.
Als er abends rein kam gab er ihr die gefundenen Edel- und Meteorsteine. Es waren sogar einige ganz wertvolle dabei. "Hal, wo hast du die denn her?", fragte Constance erfreut. "Ach, die lagen da so rum...", meinte er. "Ich dachte, sie könnten dich gnädig stimmen, damit du mir meinen Fehler verzeihst." "Oh Hal, ich bin dir schon lange nicht mehr böse. Aber ich mache mir einfach so große Sorgen über unsere Zukunft. Noch haben wir die 30000§ nicht zusammen und was sollen wir bloß machen, wenn...", redete Constance los. "Psst, psst, wir schaffen das schon." Hal nahm sie in den Arm und tröstete sie. "Hach, da bin ich aber froh!", lächelte ich von der Tür her. "Aber ich will euch gar nicht stören. Ich wollte eh noch etwas malen."
"Katie, du störst uns nicht... Ich habe eine Idee. Wie wäre es, wenn wir uns zur Feier des Tages mal zusammen Abend essen und uns ein wenig unterhalten? Ich koche auch." Hal schaute sich um, um die Zustimmung zu bekommen, die er erwartete. Katie und Constance nickten dankbar.
Das Abendessen war köstlich. Und als wir die Teller abgewaschen hatten setzten wir uns zu einem kurzen Gespräch wieder zusammen. Hal machte dabei den Vorschlag unsere Haushaltskasse durchzurechnen, damit wir uns dem entsprechend mehr oder weniger anstrengen mussten.
Wir waren allerdings völlig begeistert, als feststand, dass
wir unser Soll bereits erfüllt hatten. Wir hatten unglaubliche
"Lasst uns eine Party veranstalten, um den Triumph zu feiern," schlug Hal vor. "Und wo wir schon dabei sind können wir direkt den Geburtstag von Constance und mir feiern." "Ach, das ist ja eine großartige Idee. Ich weiß schon, wen ich einlade", grinste ich. "Und dafür muss ich jetzt meinen Schönheitsschlaf haben. Gute Nacht!" In dieser Nacht träumte ich seit langem mal wieder nicht von Geldsorgen, sondern vom Geldsegen. Hach, war das schön.
Leider wurde mein Traum von einem ohrenbetäubendem Lärm unterbrochen. Erst dachte ich, es wäre wieder ein Einbrecher, aber dann roch ich es. Feuer! So schnell ich konnte rannte ich nach unten zum Kamin Und tatsächlich, das Sofa hatte Feuer gefangen und der Holzfußboden ebenfalls. Todesmutig begann ich die Flammen zu löschen...
...Constance kam mir direkt zur Hilfe, denn sie wollte keine Simeolons für ein neues Sofa ausgeben,...
..., während Hal einfach raus rannte und draußen vor der Tür ohnmächtig wurde. Sims eben!
Dafür war es Hal, der dem helfenden Feuerwehrmann überschwänglich dankte und ihn auch gleich zur Party einlud.
Samstag Abend war es dann soweit. Unsere Party konnte steigen. Ich hatte mir extra ein neues Outfit liefern lassen und auch Constance war glücklich, dass Hals und ihrer Geburtstag nicht durch einen Verlust des Hauses getrübt wurde.
Nachdem ich Finn ganze zwei Wochen nicht gesehen hatte, pochte mein Herz extrem. Aber das war natürlich nur die Aufregung und eine Nachwirkung der Anstrengungen der letzten zwei Wochen. Als er dann zur Tür herein kam musste ich mich beherrschen, um ihn nicht nieder zu knutschen.
Ich hatte ja bisher gar keine Gelegenheit gehabt, Constance zu erzählen, wie weit unser Date gegangen war. Das hätte ihr ja nur wieder Kanonenfutter gegeben und mich endgültig von ihrer Recherche getrennt. Wobei ich ihr mittlerweile teilweise widerwillig beipflichten musste, dass es nicht gut war, Finn nicht zu sagen, warum ich ihn eigentlich näher kennen lernen wollte. Ich war mir sicher, dass er das nicht gut aufnehmen würde und ich konnte ihm ja schlecht sagen, dass nach dem ersten Date alles anders war. Oder doch?
Während unsere Freunde mit Constance und Hal feierten - und ich sie neidisch ansah, weil sie sich nicht verstellen brauchten - bat Finn mich um einen Tanz. Natürlich willigte ich ein und war gleich wieder ganz verzaubert, auch wenn ich mir das nur ungern eingestand. In dem Moment, als ich ihn ansah, wurde mir klar, dass es wichtig war die Wahrheit zuzulassen. "Finn, ich muss mit dir sprechen...", flüsterte ich ihm zu und er nickte. Wir gingen langsam nach oben. Dort nahm er mich in die Arme und wollte mich küssen, aber ich schob ihn von mir. "He, was ist denn los? Sind wir nicht deshalb hoch gegangen?", flüsterte er und ich schüttelte den Kopf. Doch er küsste mich erneut und ich konnte mich nicht beherrschen und erwiderte den Kuss.
Was dann geschah
war ein großer, unverzeihlicher Fehler. Ich hätte mich besser im Griff haben
müssen. Alles war noch komplizierter geworden.
Das schlechte Gewissen plagte mich und statt mich nach dem Akt weiter an ihn zu kuscheln sprang ich auf und zog mich an. Er kam hinter mir her, als ich verschwinden wollte. "Hey, warte, was ist denn los?" "Das alles hier ist ein großer Fehler gewesen. Ich wollte mit dir reden, aber jetzt ist alles nur noch kompliziert und verworren."
"Aber was ist denn los? Warum bist du so ernst?", begann Finn, doch ich brachte ihn mit einer Handbewegung zum Schweigen. Dann nahm ich meinen Mut zusammen. "Ich habe mich in dich verliebt", find ich an in der Hoffnung, dass dadurch alles leichter würde. Finn lächelte und wollte erst was sagen, ließ es dann aber doch.
"Aber ich habe dich belogen", flüsterte ich und sah wie sich seine Miene verfinsterte. "Ich habe dich nicht zufällig getroffen und ich wollte dich auch nicht näher kennen lernen, weil ich dich mag. Ich habe zusammen mit Constance an einem Artikel über einen Mordfall gearbeitet... Am Mordfall deiner Mutter." Sein Blick wurde eisig. "Du hast alles nur vorgetäuscht? Die Küsse, die Gespräche, das hier gerade?" Er zeigte auf in Richtung meines Schlafzimmers.
"Nein, natürlich nicht. Als ich mit dir redete und mit dir ausging habe ich mich verliebt. Bitte... es tut mir leid, dass alles so begann." "Mit einer Entschuldigung wirst du dein Gewissen nicht bereinigen können." Ich sah, wie enttäuscht er war. "Ich glaube, ich sollte gehen, sonst mache ich noch etwas, dass ich hinterher bereue." "Warte, bitte. Es tut mir leid, bitte glaube mir!". rief ich, doch er schüttelte den Kopf.
"Warte nicht auf meinen Anruf!", hörte ich ihn noch sagen, dann war er zur Tür hinaus.
Langsam kam ich runter zurück zur Party. Dort schnitt Constance gerade ihren Geburtstagskuchen an.
Ich gab vor, mich zu freuen, fühlte innerlich aber nur noch Leere. So war es also, wenn man liebte. Und ich beschloss das nie mehr zu fühlen.
Dies war die dritte, etwas kürzere Aufgabe. Durch das Sammeln war nicht so viel zu berichten. Ich hoffe, ihr habt sie trotzdem gerne gelesen. Eure deprimierte Katie *E>* |
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2009-2011 - Alle Gemeinsamkeiten mit realen Personen sind zufällig. |