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5. Eltern sein dagegen sehr (3 Wochen)

Ich blickte müde in den Spiegel.

"Katie, Katie, was ist nur geschehen?"; murmelte ich zu mir selbst. Dann blickte ich runter und schaute auf meinen dicken Bauch, der jeden Tag größer zu werden schien...

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Einige Tage zuvor...

Ben bemerkte, dass sein Witz bei den zwei anderen im Bad nicht gut ankam. "Katie, was ist denn?", fragte er bestürzt. Dann begriff er. "Kann es sein, dass ich da ins Schwarze getroffen habe?"

Ich schüttelte den Kopf. "Nein, es ist eigentlich unmöglich..." Überzeugt war ich nicht und als ich Finns argwöhnischen Blick sah wusste ich, dass er ebenso dachte. "Ähm, ich leg mich besser etwas hin. Ihr seid ja sowieso beschäftigt", sagte ich und machte mich auf in mein Zimmer.

 "Katie, warte!", rief Finn mir nach und kam mir hinterher. "Du bist dir auch ganz sicher?"

"Na klar. Und jetzt entschuldige mich bitte." Was sollte ich auch sonst sagen, dachte ich, als mich die Übelkeit wieder überkam und zur Toilette trieb.

"Was ist, wenn Ben doch recht hat?", flüsterte ich.

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Spät abends kam Finn zu mir und fragte mich nach meinem Zustand.

"Katie, geht's dir besser?"

Ich schüttelte erschöpft  den Kopf. "Meinst du, du kannst heute Nacht hier bleiben?", brachte ich gepresst hervor, denn die Übelkeit wurde wieder stärker.

Finn erwiderte nichts, sondern kletterte zu mir ins Bett und nahm mich in die Arme.

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Am nächsten Morgen (es war Montag) ging es mir in keinster Weise besser. Und Finn war auch weg. Er musste das Zimmer verlassen haben, nachdem ich eingeschlafen war.

Erschöpft stand ich auf und wollte mich anziehen, aber irgendwie bekam ich meine Hose nicht zu. Ich fing an zu schwitzen. Konnte es doch sein? "Ich brauche Gewissheit", murmelte ich und zog mir statt Hose und T-Shirt ein nicht so enges Kleid an.

Dann rannte ich praktisch zur Tür und fuhr zum Luisenhospital. Nach einer Stunde hatte ich Gewissheit, allerdings in einer Art, die ich nicht unbedingt erwartet hätte. Ich war wirklich schwanger.

"Mist, wie soll ich ihm das jetzt nur verklickern?", überlegte ich und konnte mich nicht so richtig freuen. Dieses Baby konnte mein Leben komplett verändern und ob ich das wollte, wusste ich noch nicht. Ich strich mir vorsichtig über den Bauch und ging dann erstmal ausgiebig einkaufen. Immerhin passte mir kaum noch ein Teil meiner Kleidung.

Und ich beschloss zumindest die nächsten Stunden noch alles für mich zu behalten und mir einen guten Plan zurecht zu legen, damit ich nicht einen riesigen Krach im Haus hatte.

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Ein Kleid passte so gut, dass ich es gleich anbehielt. Den Rest schaffte ich ins Haus, ohne von einem der Männer aufgehalten zu werden. Im Gegenteil, die waren ganz anderweitig beschäftigt.

Mit streiten nämlich - der Krach war also trotzdem eingetreten. Ich seufzte und ging hinunter. Dort standen Finn und Ben, während Hal anscheinend aufgeregt vermitteln wollte, aber nicht zu Wort kam.

"Ich war bekloppt dir den Einzug vorzuschlagen!", schrie Finn gerade aufgebracht.

Ben grinste. "Na, jetzt merkst du wohl, wie dir die Felle davon schwimmen."

"Nein! Ich merke nur, wie sehr du mich mit deiner Anwesenheit nervst!"

"Danke für das Kompliment." Ben grinste immer noch. "Und nun entschuldige mich, ich möchte nach Katie sehen."

"Halt dich fern von ihr", flüsterte Finn wütend.

"Was ist denn hier los?", fragte ich in den Streit hinein.

"So geht das schon den ganzen Morgen", erklärte mir Hal hob unschuldig die Hände. "Ich hab mich da raus gehalten."

"Ich will nicht darüber sprechen", presste Finn hervor und wollte aus dem Zimmer stürmen.

"Finn, warte. Wo ihr gerade schon mal hier seid - ich muss euch was sagen."

Finn blieb mit wütendem Blick stehen.

"Ich weiß der Zeitpunkt ist nicht perfekt, aber ihr würdet es sowieso merken, also kann ich die gute Nachricht auch gleich jetzt verkünden. Vielleicht bessert sich dadurch ja die Stimmung. Na ja, also - ich bin schwanger." Ich sah rüber zu Finn, der mich anstarrte, als wären mir gerade zwei Hörner gewachsen.

"Oh, Katie, das ist ja wunderbar, ich freue mich so!", rief Ben und umarmte mich stürmisch. Dann wollte er mich küssen. Als ich ihn von mir weggedrückt hatte war Finn verschwunden.

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Finn tauchte erst am frühen Morgen wieder auf, als Hal ihn im Essbereich traf.

"Ich kann nicht glauben, was hier passiert", beschwerte sich Finn und schüttelte den Kopf. Dann stand er auf und stellte appetitlos die Apfelpfannkuchen weg.

"Wie meinst du das?", fragte Hal.

"So was macht man einfach nicht. Man muss doch besser aufpassen!"

"Äh, weißt du, es war ja keine Absicht. Es ist einfach so passiert und wir wollten es eigentlich auch gar nicht...", stammelte Hal.

Finn blickte irritiert auf. "Wovon sprichst du bitte?"

"Äh, wovon sprichst du denn?"

"Von Ben natürlich! Der Typ wusste genau, dass Katie nicht frei war! Und trotzdem hat er sie ins Bett gezogen und ihre momentane Schwäche ausgenutzt!"

"Natürlich..." lächelte Hal gequält. "Das war wirklich nicht Ok. Na ja, ich... ich muss dann mal weiter."

"Warte, wovon hast du gesprochen? Hal, sag's mir."

"Ach, Katie und ich..."

"Halt, ich will es doch nicht wissen. Ich kann's mir schon denken. - Nicht zu fassen."

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"Finn, wir müssen reden", meinte ich am nächsten Abend. Ich hatte auf ihn gewartet, denn er war den ganzen Tag wieder nicht zu Hause gewesen.

"Ich wüsste nicht worüber", entgegnete er.

"Doch das weißt du. Über das Baby. Ich..."

"Du brauchst mir nichts zu erklären. Ich hoffe, du wirst mit BEN glücklich. Wenn ich nicht letzte Nacht mein ganzes Geld mit Mr. Jack Daniels geteilt hätte, wäre ich schon ausgezogen."

"Du glaubst, dass Ben der Vater ist?", fragte ich überrascht.

"Ja, von mir aus auch einer der anderen Typen, die du in den letzten Wochen abgeschleppt hast!"

"Was?!" Wütend fuhr ich hoch. Die Hormone gingen mit mir durch. "Das kann doch nicht dein ernst sein! Wie kannst du mir so was an den Kopf werfen, nachdem..."

"Nachdem was? Nachdem ich dich mit Ben und dem anderen Typen praktisch in Flagranti erwischt habe? Oder nachdem du was mit Hal hattest? Ja, auch das weiß ich. Hal ist kein geschickter Lügner."

Mir wurde schlecht. "...nachdem ich dir gesagt habe, dass ich dich nicht vergessen habe." Ich rannte zurück ins Haus.

 "Tz, da wünsche ich ihr alles Gute und dann so was," murmelte Finn.

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Ich musste einfach raus aus dem Haus und weg von Finn und seinen Anschuldigungen. Deshalb machte ich mich am nächsten Tag auf den Weg in die Bibliothek in der Stadtmitte. Dort angekommen sprach mich direkt eine fremde Frau mit einem kleinen Kind an. Sie wollte wissen, ob es mir gut gehe, weil ich so blass aussähe. Wir haben uns echt gut verstanden. Sie stellte sich mir als Adeli Monahan vor, die mit ihrem Sohn vor kurzem in unsere Strasse gezogen war.

Nachdem ich mich vorgestellt hatte, erzählte ich ihr von meinen Bedenken, wie ein so großes Baby ohne Probleme zur Welt kommen könnte. Die Schmerzen mussten ja enorm sein.

Aber Adeli beruhigte mich damit, dass all die Anstrengungen vergessen seien, wenn man dann das Kind in den Armen hielte. Das beruhigte mich wirklich. Schließlich hatte sie vor Kurzem auch ein Kind bekommen.

Zum Schluss empfahl sie mir noch das Buch "Geburts- und andere Vorbereitungen" zu lesen, dass es hier in der Bibliothek gab. Den Rat beherzigte ich sofort und danach ging es mir eindeutig besser. Ich las übrigens "Geschichten einer werdenden Mutter" gleich noch hinterher.

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Heute...

Mein Bauch war mittlerweile so groß geworden, dass ich glaubte platzen zu müssen. Jeder Schritt schmerzte im Rücken, aber wenigstens war die Übelkeit nun verschwunden.

Ben kümmerte sich rührend um mich und dachte anscheinend gar nicht daran Finn zu erzählen, dass er nicht der Vater sein konnte. Nun, mir sollte das erstmal recht sein. Ich hoffte darauf, dass das Baby eine so enorme Ähnlichkeit mit Finn hatte, dass er seine Vaterschaft von selbst erkennen würde.

Fürs erste musste ich also nur noch durchhalten, bis es endlich so weit war. In den letzten Tagen haben Ben, Hal und ich ein Kinderzimmer eingerichtet, was mir persönlich sehr gut gefällt und was vor allem im Erdgeschoss ist. Ich hatte allerdings vor die Wiege die ersten Tage in meinem Zimmer unterzubringen, um mich noch besser um das Baby kümmern zu können. Ben hatte außerdem alles an Kinderbüchern, was irgendwie aufzutreiben war, gekauft. Das war wirklich nett von ihm und ich wünschte manchmal er sei der Vater. Jedenfalls war ich froh, dass er wieder in mein Leben getreten war, auch wenn ich ihn nur als guten Freund schätzte.

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Am Mittwoch war es dann endlich so weit. Kurz nach Mitternacht wurde ich aus dem Schlaf gerissen.  Solche Schmerzen hatte ich noch nie erlebt.

Ben brachte mich sofort ins Krankenhaus (auch wenn ich selbst fahren musste) und blieb die ganze Zeit bei mir.

Dennoch liefen mir die Tränen über die Wangen, weil Finn die Geburt seines Kindes verpassen würde. Dann endlich war es soweit und ich konnte meine kleine Tochter in die Arme schließen. Ich war so stolz.

Man ließ mich nach der Geburt sofort wieder nach Hause fahren, weil man meinte alle Betten seien wegen einer neuen hoch ansteckenden Grippe belegt und mir ging es ja auch wirklich hervorragend - na ja, den Umständen entsprechend.

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Nachdem ich mich zu Hause kurz umgezogen hatte wurden wir von Hal begrüßt, der ein wenig schüchtern war und ich nicht genau wusste, was er mit einem Baby anfangen sollte. Doch nach einigen Minuten taute er merklich auf. 

"Sie sieht genauso aus wie du", lächelte er, während er die Kleine betrachtete. "Nur die Augen, die sind von Finn."

Ich blickte mich um, aber Finn war nirgends zu sehen. "Und wo ist Finn jetzt?"

"Der wollte nicht sehen, wie du mit Ben als glückliche Familie nach Hause kommst und ist deshalb ab in die Stadt mit Mr. Jack Daniels - wie er sagt - einen heben." Hal schaute Katie intensiv an. "Weißt du, Katie, ich will mich da nicht einmischen, weil ich eh schon genug dazu beigetragen habe, dass es nun so schlecht zwischen euch läuft, aber du musst ihm sagen, wer der Vater der Kleinen ist."

Ich seufzte. "Hal, ich weiß, dass ich das sollte. Aber so wie er sich aufführt sehe ich darin keinen Sinn. Er sagte sinngemäß, er bereut mittlerweile hier eingezogen zu sein. Ich erkläre ihm praktisch meine Liebe und er stößt mich weg."

"Was hast du getan?", fragte Hal neugierig.

"Hach, ja ein Wort kam zum anderen und als ich ihn wegen dem Baby alles sagen wollte habe ich gesagt, dass ich ihn nicht vergessen kann. Und er wünscht mir viel Glück mit Ben, ist das zu fassen?"

"Nein, das ist es nicht. Sorry, Katie, dass ich das so sagen muss, aber du bist eine dumme Nuss! Hast du ihm einmal gesagt, dass du ihn liebst? Ich mein nicht nur, ich mag dich und ich habe mich verliebt, sondern wirklich, dass es was dauerhaftes ist?"

Ich war entgeistert. "Jetzt wo du es sagst... hast du wahrscheinlich recht. Verdammt, ich bin wirklich eine dumme Nuss. Ich muss es ihm sagen! - Hier nimm sie mal, ich muss dringend los!"

"Wohin willst du denn?", rief Hal mir entsetzt hinterher.

"Zu Finn!" Wohin auch sonst, dachte ich.

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Ich fand Finn auf einer Parkbank in der Stadt. Es war genau die Parkbank, die Constance und ich vor einigen Wochen - zu Beginn meines Abenteuers - entdeckt hatten.

"Finn, ich habe dich überall gesucht!", rief ich aus der Puste.

"Was willst du hier?", fragte er schroff und stand auf. Ich merkte, dass er mich nicht da haben wollte, aber das konnte mich nicht abhalten.

"Ich liebe dich!", erklärte ich und er blickte auf. "Und du hast eine Tochter... Wir haben eine Tochter."

Verwirrt schaute er mich an. "Ich habe eine Tochter? - Sie ist von mir?"

Ich nickte bestätigend und Sekunden später fand ich mich in seinem Arm wieder.

"Ich bin so froh, dass du es mir gesagt hast."

"Ich hätte es nicht verheimlichen können, denn sie hat deine Nase", grinste ich und er musste lachen.

"Warum hast du es mir nicht eher gesagt? Hast du es nicht gewusst?"

"Ich habe es immer gewusst, aber als ich dich wegen dem Baby ansprach hast du mir viel Glück mit Ben gewünscht - Ben bedeutet mir nichts mehr. Das war vorbei, schon bevor ich dich das erste mal sah. Ich hab versucht dich zu vergessen, aber ich konnte es nicht. Egal, mit wem ich ausging, ich habe immer nur an dich gedacht."

"Ich liebe dich...," murmelte Finn gerührt. "Jetzt wird alles gut - und nun lass uns schnell nach Hause fahren. Ich muss meine Tochter kennen lernen!"

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Gesagt, getan - kaum waren wir zu Hause, stürmte Finn auch schon an die Wiege.

"Meine Tochter...", flüsterte er voller Liebe. "Ich habe eine Tochter."

Ich war gerührt und hoffte, dass nun alles gut werden würde. "Ich möchte sie Scarlet nennen."

"Einverstanden", flüsterte Finn und blickte dabei nur seine Tochter an. "Ich werde ihr so viel beibringen und alles Schlechte von ihr fern halten - angefangen mit diesem Ben, den wir hier aufgenommen haben."

"Finn", ich lächelte nachsichtig. "Von dem geht keine Gefahr aus und er war mir eine große Hilfe."

"Das werde ich mir noch öfter anhören müssen, nicht wahr?"

"Nur wenn du diesen albernen Streit weiter fortführst", gab ich ungerührt zurück.

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Die nächste Zeit verging wie im Fluge und alle Männer kümmerten sich liebevoll um die kleine Scarlet.

Finn kuschelte ausgiebig mit seiner Tochter und war fast nicht von ihr zu trennen...

...Hal fütterte die Kleine...

...und Ben las ihr stundenlang Geschichten vor.

Ich war echt stolz auf die Jungs. Sie hatten bei dem Trubel um Scarlet sogar ihren Streit vergessen, auch wenn Finn ab und an argwöhnisch war.

Die schönsten Stunden waren allerdings immer noch meine Zeit, wenn alle anderen zur Arbeit außer Haus waren oder schliefen.

Scarlet veränderte mein Leben und ich begann meine bisherigen Ansprüche zu überdenken. War es nicht wichtiger glücklich zu sein als reich? Und war es nicht schöner arm und dafür verliebt zu sein als anders herum?

Wenn ich daran dachte, wie schlecht es mir ohne Finn ging, war ich unendlich dankbar dafür, dass die kleine Scarlet uns wieder zusammengebracht hatte. Dabei kam mir der Gedanke Finn zu überraschen und so steckte ich meine Energie in ein Portrait der Kleinen. Bei der nächsten Gelegenheit würde ich es ihm schenken als Entschuldigung für die ganzen Turbulenzen der letzten Wochen und meinem Versäumnis ihn direkt über seine Vaterschaft aufzuklären.

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Scarlet wuchs unglaublich schnell. Es dauerte nicht lange und sie hatte Geburtstag.

Nun war sie schon ein Kleinkind, das unterhalten werden wollte und quengelte, wenn es keine Aufmerksamkeit bekam. Das machte uns aber meistens nichts aus.

Jeder von uns hatte plötzlich einen zweiten Fulltimejob. Ich gab mein Bestreben, außer Haus zu arbeiten, erstmal komplett auf und kümmerte mich neben Scarlett noch um die Malerei, da sich mit meinen Bildern mittlerweile gutes Geld verdienen ließ. Irgendwann kam mir die erneute Idee Scarlet zu malen und das tat ich dann auch. So konnte ich immer in der Nähe meiner Tochter sein. Auch Finn war kaum von seiner Tochter zu trennen. Er las ihr dauernd Bücher vor und spielte mit ihr auch an diversen Spielzeugen, um sie ja ausreichend zu fördern, wie er meinte.

Eines Abends, nachdem er Scarlet ins Bett gebracht hatte, rief ich ihn nach oben ins Wohnzimmer. Als er dort ankam, blickte er erstaunt auf die Staffelei.

"Ich habe dir ein Bild gemalt, ich hoffe es gefällt dir?"

"Natürlich - Katie, das Bild ja einfach super. Das musst du jetzt unbedingt immer machen, wenn unsere Kleine älter wird."

Das ich da nicht selbst drauf gekommen war. Das war wirklich eine tolle Idee.

"Ich freue mich riesig", lächelte Finn und umarmte mich.

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Nach einigen Tagen beschloss ich mit Scarlet meine neue Bekannte Adeli gegenüber zu besuchen.

"Hallo Adeli, ich hoffe ich störe nicht", lächelte ich zur Begrüßung und sie bat uns natürlich herein. "Ich wollte mir deine kleine Tochter so wie so mal anschauen und fragen, ob alles gut gegangen ist."

"Uns geht es wunderbar", meinte ich. "Du hattest recht damit, dass alle Schmerzen vergessen sind, sobald das Baby da ist. Es wurde aber auch Zeit, ich fühlte mich schon wie ein Nilpferd."

Adeli kicherte. "So ging's mir damals auch."

Ich berichtete ihr bei einem Kaffee von den tollen Fortschritten, die die kleine Scarlet machte: Sie konnte meiner Meinung nach schon perfekt mit dem Xylophon spielen...

...und mit den Bauklötzchen auch.

Hal hatte ihr Laufen beigebracht...

....ich brachte sie wann immer es ging aufs Töpfchen in der Hoffnung, dass sie das auch lernen würde...

...und Finn versuchte sie dazu zu überreden Daddy zu sagen.

"Aber das klappt noch nicht so richtig", lächelte ich.

"Kyle hat da auch etwas länger gebraucht", nickte Adeli.

Wir versprachen uns gegenseitig jetzt engeren Kontakt zu halten, auch wegen unserer beiden Kinder, die einträchtig zusammen spielten.

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Die Wochen vergingen und bald stand der nächste Geburtstag von Scarlet an. Ich konnte kaum glauben, wie schnell die Kleine plötzlich gewachsen war.

Dienstagmorgen saßen Finn und ich zusammen auf dem Sofa, als er plötzlich meinte: "Katie, wir müssen uns darüber unterhalten, wie es weitergehen soll."

"Was meinst du mit weitergehen soll?", fragte ich überrascht.

"Na ja, wollen wir jetzt immer in wilder Ehe zusammen leben? Ich meine, wir haben jetzt eine Tochter, für die wir ein Vorbild sein müssen..."

"Warte, warte, erklärst du mir gerade durch die Blume, dass wir heiraten sollen?"

"Nun ja.... ja."

Ich erschrak. "Finn, das geht mir aber doch zu schnell. Vor einigen Wochen wolltest du mich noch auf jeden Fall loswerden und jetzt willst du wegen unserer Tochter heiraten? - Nein, meine Antwort ist Nein. Das ist keine gute Idee."

Finn seufzte. "Ich habe mir schon gedacht, dass du so reagieren würdest."

"Das ist einfach nicht richtig so," murmelte ich und ging ins Bett, wo ich lange über den komischen Antrag nachdenken musste. Ich wäre bereit zu heiraten, aber nicht so und aus diesem Grund. Ich konnte meiner Tochter auch ein Vorbild sein ohne eine Ehemann zu haben. Sie wusste, dass Finn ihr Vater war und das war doch alles was zählte.

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Die nächsten Tage brachten ein wichtiges Ereignis mit sich. Scarlet musste nun zur Schule gehen. Ich war so aufgeregt, wie lange nicht mehr. Natürlich brachte ich sie zum Bus. Ich konnte mich kaum von ihr trennen und befürchtete an jeder Ecke eine Gefahr. 

Doch sie war so glücklich, dass sie endlich zur Schule durfte, dass ich meine Sorge verdrängte und ihr viel Glück wünschte. Natürlich mit dem Hinweis nach der Schule direkt mit dem Bus wieder nach Hause zu kommen.

Ich lenkte mich von der Angst ab, indem ich ein drittes Bild von Scarlet malte.

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Ende der Woche bekam Hal einen Anruf von Constance. Sie sagte ihm, dass sie aus China wieder da sei und sich erstmal am Ende der Straße ein Haus gemietet hatte. Hal machte sich natürlich sofort auf den Weg zu ihr.

"Hallo Constance, darf ich reinkommen? Ich muss dir was sagen", meinte er als sie die Tür öffnete.

"Und das ging nicht am Telefon?", erwiderte sie, ließ ihn aber rein.

"Nein, ich wollte es persönlich sagen. Ich möchte dir sagen, wie leid mir alles tut. Ich weiß nicht, was da in mich gefahren ist, aber ich empfinde nichts für Katie."

"Ich habe dir das mittlerweile verziehen. Ich denke, wir haben genug gelitten."

"Das ist ja großartig....", fing er an.

"Halt, das heißt nicht, dass alles wieder beim alten ist. Ich werde hier wohnen bleiben und wir gehen es ganz langsam an, Ok? Ich will wissen, ob wir noch etwas für einander empfinden", unterbrach ihn Constance.

Er zog sie in die Arme und küsste sie sanft. "Ich hoffe, das ist nicht zu schnell für dich, aber ich kann gerade nicht anders."

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Das war Aufgabe 5 und ich hoffe, sie hat euch gefallen.

Bis dann, Eure Katie *E>*

                                                

Aufgabe 1
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Aufgabe 2
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Aufgabe 3
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Aufgabe 4
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Aufgabe 5
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Aufgabe 6
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